Projekte

Planungssicherheit

Planungssicherheit ist besonders für Hilfsorganisationen und Projektpartner wichtig. Deshalb machen wir in der Regel Zusagen über mehrere Jahre und vermeiden Einmalspenden.

Ca. 60% unserer Mittel haben wir für Auslandsprojekte über Missio verwendet. 40 % gingen im Inland in das AKM und das FAN.

Projektauswahl

Bei der Entscheidung, welche Projekte wir unterstützen, verlassen wir uns maßgeblich auf die Erfahrung unserer Partnerorganisationen. So sind z.B. die Durchführbarkeit eines Projekts und die Verlässlichkeit der lokalen Organisationen im Ausland wichtige objektive Faktoren. Aber natürlich spielen auch unsere Betroffenheit angesichts der zum Teil dramatischen Situationen der Kinder und Jugendlichen eine große Rolle. Zu einigen der lokalen Projektpartner haben wir inzwischen durch die Projektreisen persönliche und damit emotionale Bindungen aufgebaut, die zugegebenermaßen auch einen Einfluss haben.

Projektreisen

2015 haben wir erstmals eine Projektreise auf die Philippinen mit unserem Partner ‚missio München‘ mitmachen können. Behinderte, misshandelte oder missbrauchte Kinder und Jugendliche zu treffen und das Elend in diesem Teil der Welt zu sehen, macht betroffen. Dem gegenüber steht die Arbeit der Organisationen vor Ort mit ihren Anstrengungen diesen zu helfen, dies hingegen macht Mut und motiviert. Diese Reisen haben die Arbeit unserer Stiftung nachhaltig beeinflusst. Einige Eindrücke finden Sie hier ...

Inaron Agui
(San-Carlos, Philippinen)

Projektübersicht

Ca. 150 behinderte Kinder von armen Familien in der Gemeinde San Carlos im Norden der Insel Luzon Das Projekt Inaron Agui, (geliebter Bruder und geliebte Schwester) wird seit 2013 unterstützt und wurde schon 3 mal von uns besucht.

Körperliche Gesundheit
  • Physiotherapie
  • Hörgeräte
  • Krücken
  • Rollstühle
  • Operationen
  • etc.
Bildung
  • Transportkosten
  • Bücher
  • Schulmaterialien
Geistige Gesundheit
  • Psychologische Unterstützung der Familien zur Selbsthilfe

Kuya Center for Street Children – Metro Manila

Das Kuya Center ist eine vorübergehende Unterkunft, die Kindern hilft, das Leben auf der Straße hinter sich zu lassen, und die Kapazitäten ihrer Familien stärkt.

Dabei ist die Wiederherstellung der Würde, des Selbstwertes und der Wertschätzung dieser Kinder ein Ziel. Monatliche Familienberatung, Unterstützung bei der Erziehung und Ausbildung in Fähigkeiten, die zur Selbständigkeit der Kinder führen. Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Organisationen, die sich um die Kinder kümmern, um so besser für sie eintreten zu können.

Preda
(Olongapo, Philippinen)

Projektübersicht

Die Organisation PREDA (People‘s Recovery, Empowerment & Development Assistance) fokussiert sich in ihrem Projekt (PEPS) gegen sexuellen Missbrauch, Prostitution und Menschenhandel von Kindern und Minderjährigen.

Wohnheime
Wohnheime für Mädchen und Jungen, die misshandelt und missbraucht wurden, Straßenkinder und straffällig gewordene Kinder mit therapeutische.
Menschenrechte
Kampagnenarbeit zu Menschen- und Kinderrechten (z. B. gegen Sextourismus).
Bildung
Non-formale Bildungsprogramme für Jugendliche.

Einen Eindruck über die Lebensbedingungen von Kindern auf den Philippinen und dem Antrieb von Preda können Sie sich im Film von Jessica Villerius verschaffen. Es wird ein sogenannter "Schutzraum" gezeigt, in dem Kinder wegen Kleinigkeiten in schmutzigen und vollgestopften Zellen hoffnungslos auf eine faire Verhandlung warten.

Bukid Kabataan Center
(Cavite, Philippinen)

Projektübersicht

Das Projekt südlich von Manila bietet Schutz, Ausbildung und Betreuung für ca 50 missbrauchte und vernachlässigte Straßenkinder (Mädchen).

Längerfristige Aufnahme
  • Ca. 3–4 Jahre
  • Ziel ist die Re-integration der Kinder in ihre Familien
  • Krisenintervention
Ausbildung
  • Schulische Bildungsmaßnahmen
  • Alternative Learning System
  • Selbsthilfemaßnahmen
Maßnahmen
  • Traumatherapie
  • Medizinische Betreuung
  • Counseling
  • Ernährung
  • Sport
  • Juristischer Beistand

In Erinnerung bleiben wird uns der Empfang 2019 in Bukid Kabataan. Die Freude der Mädchen, für uns Gäste zu singen und zu tanzen, war ansteckend und unvergesslich.

ANCE
(Cebu, Philippinen)

Projektübersicht

Die Organisation ANCE) (Action for Nurturing Children and Environment) unterstützt Kinder in ärmsten Verhältnissen, die auf den Friedhöfen und Müllhalden der Millionenstadt Cebu leben.

  • Schulmaterialien, wie Bücher etc.
  • Lehrergehälter
  • Daycare Programm auf dem Friedhof
  • Elternseminare über Erziehung und Umwelt

Lernprojekt - Pack's an
FAN Penzberg

Die Lernwerkstatt Pack’s an ist ein Tutoren-Projekt für Schüler/innen mit Schulschwierigkeiten. Ältere Schüler/innen und Studierende – helfen Kindern und Jugendlichen (1. – 10. Klasse) schulische Herausforderungen zu meistern und Lernunlust zu überwinden. Neben den Lücken im Lernstoff haben sie stets den ganzen Menschen im Blick und unterstützen die Schüler/innen aus einer oftmals vorhandenen Abwärtsspirale auszusteigen und den eigenen Lernerfolg wieder selbstbewusst in die Hand zu nehmen. Die Starthelfer/innen werden professionell angeleitet und reflektieren ihre Arbeit im Team, auf diese Weise wachsen auch sie an ihrer Aufgabe.

'Passgenau'
FAN Penzberg

Projektübersicht

PASSGENAU unterstützt Schüler/innen aller Schularten gegen Ende ihrer Schullaufbahn, eine passende Berufsperspektive zu entwickeln. Neben der schwierigen Aufgabe, sich auf einem unübersichtlichen und dynamischen Arbeitsmarkt zu orientieren, befinden sich Jugendliche mitten in der Persönlichkeitsentwicklung und sind gefordert, aus den vertrauten Lebenswelten von Familie und Schule herauszuwachsen. Ziel von PASSGENAU ist es daher, junge Menschen individuell und ganzheitlich in diesem vielschichtigen Entwicklungsprozess zu begleiten. Das Projekt verfolgt einen inklusiven Ansatz, bei dem die Jugendlichen aus miteinander vernetzten Modulen wählen können. Es richtet sich besonders an Jugendliche, die aufgrund von sprachlichen Barrieren, familiären und sozialen Belastungen einen besonderen Unterstützungsbedarf haben.

Ukraine – Hilfe für Geflüchtete

März 2022

Der Überfall auf die Ukraine hat auch uns sehr betroffen gemacht. Unmittelbar Anfang März haben wir begonnen, unsere Budgetplanung für 2022 anzupassen und 50 Tsd. Euro für Projekte reserviert, die Geflüchteten aus der Ukraine zugutekommen. So hat das AKM verschiedene Aktivitäten gestartet, um krebskranke Kinder und ihre Familien nach Deutschland zu bringen und ihnen hier die bestmögliche Pflege zu organisieren. Ebenso haben wir ‚Sternstunden e.V. – wir helfen Kindern‘ bei ihren Projekten unterstützt. Und schließlich hat unser Partner, das Familienzentrum Arche Noah in Penzberg, ein umfangreiches Akut-Programm gestartet, um geflüchteten Familien in der Region beim Einleben und der Integration zu helfen. Die Anschubfinanzierung für die neu geschaffene Koordinierungsstelle wurde von unserer Stiftung ad hoc zugesagt.

Kriseninterventionsdienst – RUF24
Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München

Projektübersicht

Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen von Kindern und jungen Erwachsenen ist vieles nicht vorherseh- und planbar. Ein Kind, das eben gerade noch gestrahlt hat, muss plötzlich auf die Intensivstation, steht am Rande des Todes. Eltern sind plötzlich so erschöpft, dass sie nicht wissen, wie es weitergehen soll. Hier ist der Kriseninterventionsdienst RUF24 an der Seite der Familien, sieben Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag. Die Hilfe erfolgt innerhalb von 1-2 Stunden, zu Hause und in der Klinik. Ein multiprofessionelles Team aus Traumapsycholog*innen, Sozialpädagog*innen, Seelsorger*innen, und ehrenamtlichen Krisenbegleiter*innen sorgt für sofortige Entlastung und Stabilisierung in krisenhaften Situationen.

Familienbegleitender Kinderhospizdienst
Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München

Projektübersicht

In diesem Beratungsangebot werden sowohl psychosoziale als auch andere Belastungssituationen gemeinsam adressiert. Die Fachkräfte unterstützen vollkommen individuell, denn jede Familie hat andere Bedürfnisse und unterschiedliche Familienstrukturen. Nach Bedarf werden die von uns selbst geschulten ehrenamtlichen Familienbegleiter*innen in der Familie zur Unterstützung und Entlastung eingesetzt. Des Weiteren unterstützt der Kinderhospizdienst bei der Vermittlung ergänzender Hilfen (z.B. Therapiemöglichkeiten, Rechtsberatung, Psychologische Hilfe etc.) für die betroffenen Familien entweder direkt aus unserem Angebot oder aus dem großen Netzwerk.